Medizinische Definition
Verfasst: Do 14. Aug 2008, 17:30
Offiziell ist Borderline eine Störung der Emotionsregulation. Das sagt natürlich nicht viel über den Einzelnen aus. Allgemein gesehen ist die grösste Problematik allerdings wirklich das Erkennen von und der Umgang mit Gefühlen: die Gefühle sind unklar (bin ich genervt oder habe ich Angst?), scheinen unpassend zu sein (z.B. Lachanfälle bei traurigen Anlässen), sind viel zu stark oder viel zu schwach. Etwa 1-2% der deutschen Bevölkerung sind von Borderline betroffen, ungefähr 90% davon sind Frauen/Mädchen und die meisten haben in der Vergangenheit schreckliches erlebt. Borderline hat also nicht nur erblich bedingte Ursachen, sondern ist in vielen Fällen die Antwort des Körpers auf unnatürliche Erfahrungen.
Bei Borderlinern gibt es verschiedene Gruppen, die Unterschiedlich mit der Problematik der Emotionen umgehen.
Etwa 75% verletzen sich selbst
Etwa 10% entwickeln eine Sportsucht
Etwa ein Viertel entwickelt eine Essstörung
Oftmals tritt aber auch alles auf einmal zusammen auf.
-> Borderline ist nicht gleich Selbstverletzung.
Ein grosses Problem ist für die meisten auch das Alleine sein, mit allen Mitteln wird versucht, jemanden an sich zu binden. Meist bringt das auch Probleme in einer Partnerschaft mit sich.
Es gibt kein Medikament gegen Borderline, nur die Komorbitäten (gleichzeitig auftretenden Erkrankungen) sind medikamentös behandelbar. Sehr häufig handelt es sich dabei um Depressionen, PTBS (posttraumatisches Belastungsstörung) oder ADHS.
-> Borderline ist heilbar.
Bei einer guten, allerdings auch zeitintensiven Behandlung, lassen sich Erfolge von bis zu 60% erkennen (im DBT*-Konzept nach 4 Jahren). Diese erfüllen dann nicht mehr die notwendigen Kriterien einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und gelten somit als geheilt. Nach 6 Jahren sind es sogar bis zu 80%.
*DBT : dialektisch-behaviorale Therapie
Bei Borderlinern gibt es verschiedene Gruppen, die Unterschiedlich mit der Problematik der Emotionen umgehen.
Etwa 75% verletzen sich selbst
Etwa 10% entwickeln eine Sportsucht
Etwa ein Viertel entwickelt eine Essstörung
Oftmals tritt aber auch alles auf einmal zusammen auf.
-> Borderline ist nicht gleich Selbstverletzung.
Ein grosses Problem ist für die meisten auch das Alleine sein, mit allen Mitteln wird versucht, jemanden an sich zu binden. Meist bringt das auch Probleme in einer Partnerschaft mit sich.
Es gibt kein Medikament gegen Borderline, nur die Komorbitäten (gleichzeitig auftretenden Erkrankungen) sind medikamentös behandelbar. Sehr häufig handelt es sich dabei um Depressionen, PTBS (posttraumatisches Belastungsstörung) oder ADHS.
-> Borderline ist heilbar.
Bei einer guten, allerdings auch zeitintensiven Behandlung, lassen sich Erfolge von bis zu 60% erkennen (im DBT*-Konzept nach 4 Jahren). Diese erfüllen dann nicht mehr die notwendigen Kriterien einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und gelten somit als geheilt. Nach 6 Jahren sind es sogar bis zu 80%.
*DBT : dialektisch-behaviorale Therapie